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Beitragsbemessungsgrenze 2026: Die stille Mehrbelastung für Gutverdiener

Die Beitragsbemessungsgrenzen steigen 2026 deutlich. Warum das für viele eine Mehrbelastung ist – ganz ohne höhere Beitragssätze.

Während über Steuersätze gestritten wird, ändert sich an anderer Stelle jedes Jahr klammheimlich etwas, das viele mehr kostet als jede Tarifreform: die Beitragsbemessungsgrenze.

Sie legt fest, bis zu welchem Einkommen Sozialbeiträge erhoben werden. Jeder Euro darüber bleibt beitragsfrei. Steigt diese Grenze, zahlen Gutverdiener auf einen größeren Teil ihres Einkommens Beiträge – ohne dass der Beitragssatz erhöht wurde. Eine Mehrbelastung, die in keiner Schlagzeile als Erhöhung auftaucht.

2026 sind die Grenzen spürbar gestiegen:

  • Renten- und Arbeitslosenversicherung: 8.450 Euro pro Monat (101.400 Euro im Jahr), bundeseinheitlich.
  • Kranken- und Pflegeversicherung: 5.812,50 Euro pro Monat (69.750 Euro im Jahr).

Ein Beispiel zur Größenordnung: Die Grenze in der Renten- und Arbeitslosenversicherung lag 2025 noch bei 8.050 Euro im Monat. Die Anhebung auf 8.450 Euro bedeutet, dass auf bis zu 400 Euro mehr Monatseinkommen Beiträge fällig werden – Monat für Monat.

Wie stark dich das trifft, hängt von deinem Einkommen ab. Liegt es über den Grenzen, wirkt die Anhebung wie eine Beitragserhöhung. Den genauen Effekt auf dein Netto zeigt dir der Einkommensteuer-Rechner.

Häufige Fragen

Was passiert mit Einkommen über der Beitragsbemessungsgrenze? Darauf werden keine Sozialbeiträge mehr erhoben. Der Beitrag ist nach oben gedeckelt.

Warum steigt die Grenze jedes Jahr? Sie wird an die allgemeine Lohnentwicklung gekoppelt. Steigen die Durchschnittslöhne, steigt auch die Grenze.

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